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Schweißtreibende Grenzerfahrung
Kriminalität kennt keine Grenzen – deshalb arbeiten Polizei und Gendarmerie in Südpfalz und Elsass seit Jahren eng zusammen, gehen regelmäßig gemeinsam auf Streife und tauschen Ermittlungsansätze aus. Wie wichtig der persönliche Kontakt ist, zeigt ein Besuch im deutsch-französischen Doppeldorf Scheibenhard(t).
Scheibenhardt. Einige Meter dies- und jenseits dieser Brücke ist die deutsch-französische Welt an diesem Samstagnachmittag in allerbester Ordnung: Am französischen Ufer der Lauter stößt man mit Crémant an, Spießbraten brutzelt auf dem Grill. Auf der deutschen Seite des Flüsschens gibt’s Bier, Schorle und Dampfnudeln. Am Himmelfahrtswochenende ist Brückenfest in Scheibenhard und Scheibenhardt, das 27. inzwischen. Wohl nirgendwo sonst in der Region ist Dorfleben „hiwwe wie driwwe“ so verwoben und verwachsen wie hier an der Schnittstelle von Kreis Germersheim und Département Bas-Rhin.
Bei der Eröffnung der gemeinsamen Traditionsveranstaltung lässt sich viel darüber lernen, was in Europa wirklich gut funktioniert. Gérard Helffrich, Bürgermeister des elsässischen Ortsteils, erinnert an den vor Kurzem gefeierten 80. Jahrestag der Befreiung des Grenzdörfchens am Ende des Zweiten Weltkriegs und rühmt die seitdem gewachsene deutsch-französische Freundschaft. Thomas Ehl, Ortsbürgermeister der südpfälzischen Gemeinde, tut das auch – vielleicht mit einer Spur Pathos weniger als sein Amtskollege.
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Kommentar
Endlich mit dem Sparen anfangen
Von Andreas Lapos
Die juristische Sicht ist nicht die einzige und muss auch nicht die ausschlaggebende sein.
Aber die juristische Sicht ist nicht die einzige und muss auch nicht die ausschlaggebende sein. Schließlich steht es der Landesregierung jederzeit frei, auf den Bau des Radwegs an der Straße zu verzichten – auch wenn die Anliegergemeinden ihn gerne haben möchten. Dafür sprechen alleine die Kosten: Vor vielen Jahren waren es geschätzte 4,35 Millionen Euro für den geteerten Radweg an der Straße, vielleicht einige 1000 Euro für die Eingliederung einer Route auf Waldwegen in das Radwegenetz, dessen 142 Kilometer nur gut 400.000 Euro gekostet haben. Oder will denn wirklich niemand irgendwann mal mit dem Sparen anfangen?!
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 06.05.2025
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Bienwald-Radweg: Liegt Gericht richtig?
Seit den 1990er Jahren wird an einem Radweg geplant, seit Jahren gegen die Trasse entlang der L 545 geklagt. Jetzt haben Richter die Pläne gebilligt. Aber ihre Argumentation scheint löchrig.
Scheibenhardt/Steinfeld. Schon die Planung des 10,6 Kilometer langen Radwegs entlang der L545 von Scheibenhardt nach Steinfeld dauerte über 20 Jahre. Die L545 verläuft zwischen den Orten weitgehend innerhalb des FFH-Gebiets „Bienwaldschwemmfächer“ sowie des Europäischen Vogelschutzgebiets „Bienwald und Viehstrichwiesen“. Für den Radweg würde neben der Straße eine zehn Meter tiefe Schneise in den Wald geschlagen.
Seit mittlerweile fünf Jahren wird deshalb vor Gericht über die Pläne gestritten. Geklagt hat die BI Bienwald, weil es eine ihrer Meinung nach bessere Alternative gibt: Ein Radweg auf bereits existierenden Forstwegen im Bienwald. Es ist eine Auffassung, die andere Umweltverbände teilen. Wegen dieser Alternative sei der gravierende Eingriff in Natur und Landschaft nicht zulässig, argumentiert die Bürgerinitiative. Zudem rechtfertige das Verkehrsaufkommen nicht den Bau eines eigenen Radwegs. Die Kosten wurden vor über fünf Jahren auf 4,35 Millionen Euro geschätzt.
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Sanierung oder Neubau?
Das Dach ist undicht, die Wände haben Risse – die Schäden an der Grillhütte in Scheibenhardt sind immens. Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie es mit dem Gebäude weitergeht.
Scheibenhardt. Viel bürgerschaftliches Engagement wurde aufgebracht, als man zu Beginn der 1980er Jahre die Grillhütte errichtete: In gemischter Bauweise, mit einem massiven, aus Stein gebauten Lager- und WC-Bereich und einem Grillraum in Blockhausbauweise mit einer massiven Rückwand. Noch unter dem langjährigen Ortsbürgermeister Raimund Carl wurde der Beschluss gefasst, eine Hütte zu errichten. Um die Finanzierung stemmen zu können, bot der CDU-Ortsverband die Mithilfe seiner Mitglieder an, viele Bürger griffen zu Hammer und Schaufel, die Gemeinde zahlte die Materialien. 1985 stand die Einweihung an. Die Menschen freuten sich, es wurde oft und viel gegrillt, gesungen und gefeiert, und die Nachfrage nach freien Terminen kam auch aus benachbarten Gemeinden. Die Scheibenhardter wurden um ihre Errungenschaft beneidet.
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Gemeinde treibt Kita-Sanierung voran
Beschlossen wurde auch, einen Bauantrag zur Aufstellung der Containeranlage für die Unterbringung der beiden Gruppenräume, eines Raumes für die Hortkinder, eines Bewegungsraumes, der Toiletten, Küche und dem Essbereich zu stellen. Wenn alles planmäßig läuft, werden die Container für eineinhalb Jahre benötigt, dann können die Kinder in die neuen Räume der Kita Sonnenschein einziehen.
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 02.04.2025
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