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Schnell Hilfe vermitteln
Scheibenhardt: Seniorenbeirat wird beim ersten Digitalforum ausgezeichnet – „Intelligenter“ Anrufbeantworter leitet Anfragen weiter
Von Monika Bögelspacher
Elf ehrenamtliche Mitarbeiter des Seniorenbeirats stehen in Scheibenhardt ihren Mitbürgern bei Fragen rund um das Digitale zur Seite. Jetzt haben sie beim ersten Digitalforum der Landesregierung in Ludwigshafen für ihre einfallsreiche Organisation einen von zehn Preisen gewonnen. Mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Landwirtschaftsministerin Höfgen (Grüne) hatte dieses erste Digitalforum hochrangigen Besuch.
Digitalisierung müsse den Menschen dienen, damit die Arbeit im Ehrenamt leichter und effizienter werden könne, sagte Malu Dreyer. Diesen Gedanken hat Roland Prütting aus Scheibenhardt schon längst mit der Gestaltung der Homepage und der digitalen Organisation des Seniorenbeirates in die Tat umgesetzt. Zugute kommen ihm hierbei Kenntnisse und Erfahrung seiner früheren Tätigkeit bei einem großen Industrieunternehmen.
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Auf den Spuren eines verschollenen Gefangenen
Scheibenhard(t): Laurent Guillet wandert mehr als 2000 Kilometer auf den Spuren eines Kriegsgefangenen – Gestern überquerte er die deutsch-französische Grenze
Von Matthias Dreisigacker
„Es ist irgendwie ein verrücktes Projekt“, sagt Laurent Guillet. Der Autor aus Trévelo (Bretagne) ist unterwegs auf einem Fußmarsch, der ihn am Ende über 2000 Kilometer bis ins böhmische Most führen wird. Doch er ist nicht das erste Familienmitglied, den das Leben mit dieser gewaltigen Distanz konfrontiert: Sein Großonkel musste diese Herausforderung als Kriegsgefangener annehmen.Guillet sitzt gut gelaunt im Rathaus von Scheibenhard und plaudert mit Bürgermeister Francis Joerger. Es ist eine Zeitreise, die mitunter sehr persönlich wird und tief in das Drama des 2. Weltkrieges hineinreicht. Denn die hierauf folgende deutsch-französische Aussöhnung mag im Mai 1945 zwar für Politiker und Historiker einen Ausgangspunkt gehabt haben. Doch für viele Menschen beider Länder war der Krieg noch lange nicht vorbei. Mancherorts sind seine Folgen noch immer tief in die Familiengeschichten eingegraben.Begonnen hatte alles mit Guillets Buch „Er hieß Joseph“ 2011. Darin zeichnet er den Lebensweg seines Großonkels Joseph Santerre nach, der als deutscher Kriegsgefangener im heutigen Tschechien starb – wie und warum, weiß keiner.
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An Kriegsopfer erinnern
Der Schriftsteller Laurent Guillet aus Frankreich hat am 26. Mai „die längste historische Schnitzeljagd der Welt“ zu Fuß gestartet. Es wird ein Gedächtnislauf von mehr als 2000 Kilometern über 83 Tage sein, an dem er an die Weltkriegsopfer und das Schicksal seines Großonkels Joseph Santerre erinnert, der als Zwangsarbeiter in Deutschland war und 1945 unter ungeklärten Umständen in Litvinov (Tschechien) in einem Lager zu Tode kam. So ist das Geburtshaus von Joseph in Limerzel/Bretagne Startpunkt und über Deutschland wird Guillet bis Most/Tschechien täglich etwa 30 Kilometer laufen. Guillet läuft heute von Oberlauterbach/Elsass nach Zeutern nördlich von Karlsruhe. Er hat mitgeteilt, dass er zwischen 9.30 und 10 Uhr die Brücke von Scheibenhard/Frankreich nach Scheibenhardt überqueren wird. Laurent spricht deutsch und lädt die Bevölkerung ein, ein paar Schritte mit zu gehen. „Lassen Sie uns gemeinsam erinnern und zusammen eine Seite der Geschichte umblättern“. bp
Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Donnerstag, den 12. Juli 2018
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Multifunktionsgebäude bald fertig
SCHEIBENHARDT: Neu Heimstatt für Feuerwehr und Vereine – Finanziert mit 100.000 Euro Kredit – Pflasterbelag im Hasenweg macht Probleme
Beim Bau des neuen „Multifunktionsgebäudes“ für Scheibenhardts Vereine und Feuerwehr gehen die Arbeiten auf das Finale zu. Dies machte Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) am Dienstag im Gemeinderat deutlich.
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Die Väter fahren mit
Radsport: Erste Etappe der Schüler-Südpfalz-Tour – Messane Bräutigam Dritte
SCHEIBENHARDT. Männer beim Smalltalk: „Louis, ein Junge, der sooo groß ist“, ist für Nils Bräutigam aus Berg der Favorit auf den Tour-Sieg U13. Er deutet dessen Größe an. Daniel Gentzik aus Fulda kontert: „Messane hat Heimvorteil, nicht den Druck erhöhen!“ Ihre Kinder sind zwei „Stars“ der 21. Südpfalz-Tour für Schüler, die gestern mit dem Zeitfahren in Scheibenhardt begonnen hat. Die „Stars“ sind zwölf Jahre alt.
Die Gemeinde hat sich wieder für sie ins Zeug gelegt. Großräumig ist abgesperrt, zwölf Feuerwehrmänner passen auf. „Das haben wir einmal im Jahr, für die Jugend machen wir es gerne“, sagt Wehrführer Christian Müller. Drei Männer auf Rennrädern dürfen noch durch. Sie kommen aus Karlsruhe und wollen nach Weißenburg. Gleich ist die Straße dicht, ein Stück der L545 gehört dem Radsportnachwuchs. Nach der Wende geht’s zurück, im Ziel im Hasenweg vor dem Feuerwehrhaus werden die Rennradler 5,5 Kilometer in den Beinen haben.Am Feuerwehrhaus ist Übersetzungskontrolle. Junge Rennfahrer in grünfarbenen Trikots sind in der Mehrheit. Bei einem U13-Fahrer gibt es Auffälligkeiten bei der Übersetzung. Sein Teamchef beordert ihn kurzerhand ins U15-Rennen, dort darf die Ablauflänge (eine Pedalumdrehung) länger sein. Noah Wenz vom Team Westpfalz eröffnet das Zeitfahren. Im Schatten unter zwei Pavillons ist die Startrampe. Auf geht’s! Hopp, hopp, hopp! Oder schlicht „Attacke!“ rufen Betreuer und Eltern. Ute Köllnberger macht ein Startfoto. Volker Kaufmann zählt herunter: Zehn, neun, acht ... Bei los lässt Carsten Siegel den nächsten los.
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