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Herzensprojekt zum Studienabschluss
Tobias Ehl aus Scheibenhardt hat sich bei seiner Masterarbeit nicht auf die graue Theorie beschränkt
Scheibenhardt. Beim Grenzübergang Scheibenhardt steht dieser Tage das Tiny House (zu Deutsch: Winziges Haus) von Tobias Ehl. Es fehlt nur noch die Stufe zum Eingang. Was es mit dem Häuschen auf sich hat und wie es mit ihm nun weitergehen soll.
Das Tiny House war ein Herzensprojekt zum Abschluss von Ehls Bauingenieursstudium am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und zugleich das Thema seiner Master-Arbeit „Leitlinien zum Bau eines Tiny House“. Eigentlich hätten dafür Projektbeschreibung, Pläne und Statik gereicht, doch der junge Ingenieur wollte es ganz genau wissen: „Theorie war Pflicht, die Praxis eine Kür“, der er sich gern stellte.
Beruflich arbeitet der 30-Jährige inzwischen als Partner eines Neustadter Bauingenieur-Büros, das sich unter anderem mit Denkmalschutz beschäftigt und derzeit die Restaurierung einer Bogenbrücke beim Heidelberger Schloss betreut. Die Umsetzung des Tiny-House-Projekts musste daher in der Freizeit geschehen – was eine zeitliche Herausforderung war. „Mein Plan war gut, der Grundaufbau ging zügig, aber der Innenausbau war aufwendiger als gedacht“, sagt Ehl. Insgesamt dauerte es mit Unterbrechungen eineinhalb Jahre.
Gebaut hat der Ingenieur schon immer: In seiner Kindheit mit Lego-Steine, als Jugendlicher Baumhäuser im elterlichen Garten und vor zwei Jahren sanierte er dann gemeinsam mit seinen beiden Brüdern ein größeres Haus. Bei seinem neuesten Projekt hat er das komplette Holzhaus mit 27 Quadratmetern Fläche selbst gefertigt. Gleich hinter dem Eingang liegt ein geräumiger Wohnraum mit integrierter Küche. Hier ist auch schon der sanfte Duft von Holz zu erschnuppern. „Das machen die Baumaterialien: Fichtenholz sorgt für das angenehm heimelige Raumklima“, erklärt Tobias Ehl.
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Seniorenbeirat: Beliebte Angebote
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 30.12.2025
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Kita-Umbau rückt näher
Sanierung und Erweiterung der Kita Sonnenschein in Scheibenhardt geplant
Scheibenhardt. Die Genehmigungen liegen vor: Der Kindergarten Sonnenschein in Scheibenhardt soll modernisiert und erweitert werden. Die Kosten liegen höher als zunächst geplant.
Die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Sonnenschein in Scheibenhardt rückt näher. Sowohl das Bauvorhaben selbst als auch die geplante Containeranlage für die Übergangsbetreuung der Kinder sind genehmigt. Wenn alles nach Plan verläuft, kann im kommenden Jahr mit den Arbeiten begonnen werden. Seit dem Sommer 2024 darf sich die Einrichtung offiziell Elysée-Kita nennen – ein Hinweis auf die enge Verbindung zur französischen Nachbarschaft.
Auch Projektleiter Edwin Diesel bestätigte, dass nun eine belastbare Grundlage für die weitere Umsetzung gegeben sei.
Mit den genehmigten Planungen können nun die Förderanträge bei Kreis und Land gestellt werden. Ohne Zuschüsse ist das Projekt für die Ortsgemeinde finanziell nicht realisierbar. Parallel dazu wird die Umsetzung vorbereitet: Bereits im Januar soll die Containeranlage ausgeschrieben werden, im April folgen die Ausschreibungen für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens.
Ortsbürgermeister Ehl berichtete, dass man mit dem Architekturbüro monatlich eine Online-Sitzung abhalte. In diesem Zusammenhang dankte Ehl seinem Amtsvorgänger Edwin Diesel für die tatkräftige Unterstützung des Vorhabens.
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 20.12.2025
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Brückenfest: Kulinarik und Musik beiderseits der Lauter
Scheibenhardt. Zu einem kulinarischen und musikalischen Brückenschlag geriet am Wochenende auch die 27. Auflage des Brückenfestes, das die Ortsgemeinde Scheibenhardt wie in den Vorjahren zusammen mit ihrer elsässischen Nachbargemeinde Scheibenhard ausrichtete. Die Festmeile spannte sich wieder über die Lauterbrücke bis weit in die beiden Dörfer hinein. Fliegende Händler hatten ihre Verkaufsstände aufgebaut, und auch die Vereine aus beiden Orten mischten wieder kräftig mit. Bei der Festeröffnung am Samstagnachmittag verwiesen die Bürgermeister Gérard Helffrich (Scheibenhard) und Thomas Ehl (Scheibenhardt) auf den verbindenden Charakter der grenzüberschreitenden Veranstaltung. Für Musik sorgte am Samstagabend auf deutscher Seite die Gruppe Saftwerk, auf französischer Seite spielten Armand Gabriel und die Rosystars. Rund 300 Menschen, so schätzt Ehl, verfolgten am Sonntagmorgen den ökumenischen Gottesdienst auf der Lauterbrücke. Ehl zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Brückenfestes und dankt allen Mitwirkenden auf beiden Seiten.
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 03.06.2025
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Schweißtreibende Grenzerfahrung
Kriminalität kennt keine Grenzen – deshalb arbeiten Polizei und Gendarmerie in Südpfalz und Elsass seit Jahren eng zusammen, gehen regelmäßig gemeinsam auf Streife und tauschen Ermittlungsansätze aus. Wie wichtig der persönliche Kontakt ist, zeigt ein Besuch im deutsch-französischen Doppeldorf Scheibenhard(t).
Scheibenhardt. Einige Meter dies- und jenseits dieser Brücke ist die deutsch-französische Welt an diesem Samstagnachmittag in allerbester Ordnung: Am französischen Ufer der Lauter stößt man mit Crémant an, Spießbraten brutzelt auf dem Grill. Auf der deutschen Seite des Flüsschens gibt’s Bier, Schorle und Dampfnudeln. Am Himmelfahrtswochenende ist Brückenfest in Scheibenhard und Scheibenhardt, das 27. inzwischen. Wohl nirgendwo sonst in der Region ist Dorfleben „hiwwe wie driwwe“ so verwoben und verwachsen wie hier an der Schnittstelle von Kreis Germersheim und Département Bas-Rhin.
Bei der Eröffnung der gemeinsamen Traditionsveranstaltung lässt sich viel darüber lernen, was in Europa wirklich gut funktioniert. Gérard Helffrich, Bürgermeister des elsässischen Ortsteils, erinnert an den vor Kurzem gefeierten 80. Jahrestag der Befreiung des Grenzdörfchens am Ende des Zweiten Weltkriegs und rühmt die seitdem gewachsene deutsch-französische Freundschaft. Thomas Ehl, Ortsbürgermeister der südpfälzischen Gemeinde, tut das auch – vielleicht mit einer Spur Pathos weniger als sein Amtskollege.
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