Hilfe im Notfall: Die First-Responder-Einheit der Feuerwehr Scheibenhardt ist zwar noch neu, aber schon mehrfach erfolgreich im Einsatz gewesen. Wie sie dabei helfen konnte.

von Fritz Hock

schnelle hilfe vor ort

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Haben alle eine notfallmedizinische Ausbildung durchlaufen: Die Mitglieder der First-Responder-Einheit
Scheibenhardt. Das Bild wurde beim 155 Jubiläum der Feuerwehr Ende Juni aufgenommen.
FOTO: FREIWILLIGE FEUERWEHR SCHEIBENHARDT/OHO

 

 

Haben alle eine notfallmedizinische Ausbildung durchlaufen: Die Mitglieder der First-Responder-Einheit Scheibenhardt. Das Bild wurde beim 155 Jubiläum der Feuerwehr Ende Juni aufgenommen. FOTO: FREIWILLIGE FEUERWEHR SCHEIBENHARDT/OHO

Erst beim Jubiläum zum 155-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ende Juni dieses Jahres wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt: die First-Responder-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr in Scheibenhardt. Mittlerweile hat die Truppe sich nach Angaben der Feuerwehr schon in drei Einsätzen bewährt. So konnte etwa in zwei medizinischen Notfällen schnell geholfen werden. Beim ersten Einsatz, der noch während des Jubiläums stattfand, ging es um die Folgen eines Gasaustritts. Ein zweiter Fall ereignete sich wenige Wochen später. Die Einheit wurde zu einem medizinischen Notfall gerufen und leistete bis zur Ankunft des Rettungsfahrzeugs Erste Hilfe. Ein Fahrradunfall war dann der Grund für den jüngsten Einsatz der First-Responder-Einheit am vergangenen Sonntagnachmittag.

 

Medizinischer Hintergrund

Eine Frau war mit ihrem Fahrrad gestürzt und wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes von der Einheit versorgt. Immer dann, wenn etwas Derartiges passiert, wird zusammen mit dem Ruf nach dem Rettungsdienst aus der Gemeinde Scheibenhardt – auch von der Bienwaldmühle oder aus Neulauterburg – die First-Responder-Einheit verständigt. Medizinisch ausgebildete Helferinnen und Helfer eilen dann zum Ort des Geschehens und greifen ein, noch ehe der Rettungsdienst bei den Hilfesuchenden sein kann. Die derzeit acht – demnächst werden es aber zehn sein – Mitglieder der Einheit haben alle eine notfallmedizinische Ausbildung durchlaufen oder arbeiten hauptberuflich etwa in der Krankenpflege. Von den drei Frauen, die zur First-Responder-Einheit gehören, hat sich eine im Vorfeld speziell notfallmedizinisch ausbilden lassen, die beiden anderen arbeiten beruflich im medizinischen Umfeld, wie Wehrführer Christian Müller auf Anfrage mitteilt.
Wer hier mitmachen möchte, muss nicht unbedingt aus der Feuerwehrfamilie kommen, sondern darf sich auch ohne deren Vorbildung einbringen. So seien Mitglieder aus dem Bereich anderer Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, wie beispielsweise der DLRG, in der Einheit, erklärt Wehrführer Müller. Er ist glücklich über die neue Einheit. Mit Jan Theobald gebe es einen Facheinheitsführer, der hauptberuflich im Rettungsdienst des DRK in Karlsruhe arbeitet.

Quelle: Ausgabe Die Rheinpfalz Germersheimer Rundschau vom Donnerstag, den 10. September 2026