In moderne Gemütlichkeit investiert

Scheibenhardt: „Bienwaldmühle“ für 200.000 Euro modernisiert und neu eingerichtet

roth_bienwaldmuehle_2013_klNach sechswöchigem Umbau präsentiert sich das Haupthaus des Waldgasthofs „Bienwaldmühle“ mit neuem Interieur. „Es war eine Punktlandung aller Handwerker wie Schreiner, Elektriker, Maler, Heizungsbauer samt Objekteinrichter“, freut sich Philipp Roth, der junge Chef.Trotz modernem Outfit musste die gewohnte Gemütlichkeit nicht weichen. Tische und halbhohe, teils filigrane Wandverkleidungen sind in heller Kernesche, der Fußboden in Eiche-Optik gehalten. Vor dem Gebäude empfängt die Gäste nun ein geräumiger Glasvorbau.Die Speisekarte blieb unverändert. „Bei uns soll man neben den Klassikern wie zum Beispiel Rehnüsschen und den hausgemachten Beilagen nach wie vor einen Wurstsalat essen können“, bekennt Roth, der in der dritten Generation die Bienwaldmühle betreibt, die seit 1954 in Familienhand ist.Trotz junger 33 Jahre weiß Philipp Roth, wovon er redet. Der Sohn von Gerdi und Werner Roth ist ein versierter Koch, der mit drei weiteren Kollegen Qualität auf die Teller bringt. Seine Ausbildung absolvierte er in der renommierten „Traube“ in Tonbach. Danach sammelte er Erfahrungen in Küchen am Starnberger See, auf Mallorca und im Offizierskasino des Verteidigungsministeriums auf der Bonner Hardthöhe. Die Investition von runden 200.000 Euro in den Umbau ist die erste große unternehmerische Entscheidung des jungen Mannes. Sein Motto: Alles mit Maß und Ziel. Deshalb sind zwar weitere Bauabschnitte im Haus mit insgesamt 120 Sitzplätzen geplant, „aber erst in drei oder vier Jahren“, so Roth. An den Tischen unterhalten sich Gäste über das neue Ambiente und Gerdi Roth beantwortet mit Vergnügen ihre Fragen. „Der Theken-Bereich ist richtig hell und ansprechend geworden“, findet Elmar Detzel aus Steinweiler. Dort wirkt nach wie vor der Senior Werner Roth, seit wenigen Tagen allerdings vor einer ergonomisch gestalteten Theke mit Getränkeschubladen und eingelassener Sumpfkühlung. An der Theke vorbei schwirren die Servicekräfte mit frischen Köstlichkeiten. Philipp Roth zählt auf: „Gemüse, Obst, Wild und Wein sind von hier.“ Die Pfifferlinge und Steinpilze, die im Spätjahr auf den Teller kommen, wachsen quasi vor der Haustür im Bienwald. (arne)

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Montag, den 18. Februar 2013