Kein Wind in Scheibenhardt

Scheibenhardt: Rat sieht Dorf nicht als geeigneten Windkraft-Standort

Ausgesprochen harmonisch verlief die Sitzung des Ortsgemeinderates in Scheibenhardt am Mittwochabend. Die anstehenden Entscheidungen wurden allesamt einstimmig getroffen, und die vereinzelten Wortmeldungen seitens der Gemeinderäte signalisierten Zustimmung zu den jeweiligen Beschlussvorlagen der Verwaltung. Der Verbandsgemeinderat Hagenbach hatte bereits Stellung zur beabsichtigten Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplanes bezogen. Demnach fehlten im Bereich der Verbandsgemeinde die natürlichen Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Nutzung von Windenergie. Hagenbach könne somit keinen aktiven Beitrag zu deren Ausbau leisten. Scheibenhardt schloss sich nun dieser Stellungnahme an. Einhellig begrüßten die Fraktionssprecher die Teilnahme Hagenbachs an einem Bundesprojekt, das sich verstärkt der Probleme und Bedürfnisse älterer Menschen annehmen will. Der Weg sei das Ziel, wertete Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer (SPD) die Initiative, und der ebenfalls anwesende Landrat Fritz Brechtel (CDU) würdigte die Bewerbung Hagenbachs, sie sei „aus einem Guss” gewesen und die Kommune habe sich „toll präsentiert”. Die Pachtpreise für Wiesen- und Ackerland der Gemeinde werden an die Entwicklung im Landesdurchschnitt angepasst. Sie steigen bei Wiesen von 51 Cent auf 75 Cent pro Ar (100 Quadratmeter), bei Ackerland von 1, 02 Euro auf 1,20 Euro. „Die Kirchturmuhr geht wieder”, verkündete Ortsbürgermeister Edwin Diesel. Einschließlich der Umstellung auf Funkbetrieb seien die Gesamkosten deutlich unter 8000 Euro geblieben, was für die Ortsgemeinde einen Anteil von rund 2200 Euro bedeute.
In der Sitzung wurde dem Ratsmitglied Wolfgang Klein für sein Engagement in der Gemeinde vom Landrat im Namen des Ministerpräsidenten Kurt Beck die Landesehrennadel verliehen (Zur Sache). (tong)

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Ausgabe: Nr.105, Samstag, den 05. Mai 2012