News

Für zweisprachiges Dorfjournal geehrt

Scheibenhard(t): Gemeinsamer Neujahrsempfang der beiden Grenzgemeinden

Von Fritz Hock

fuer dorfjournal geehrt kl„E gutes najes Johr“ – „Bonne et Heureuse Année 2019“. Mit diesen Wünschen begrüßten die beiden Gemeinden diesseits und jenseits der Lauter die Besucher des 18. gemeinsamen Neujahrsempfanges am Freitagabend im voll besetzten Bürgerhaus von Scheibenhard (Elsass).Der Neujahrsempfang, so Ortsbürgermeister Edwin Diesel, gehört zwischenzeitlich zu Scheibenhard(t) wie das alljährliche Brückenfest. Eher selten werden dabei Ehrungen vorgenommen, so Diesel. Diesmal aber gab es allen Grund für eine Ausnahme: Denn die beiden Bürgermeister Francis Joerger und Diesel hatten sich vorgenommen, die „Macher“ des „Scheiweda Blättel“ zu ehren. Jessica Heinrich, ihr Mann Martim Silva (mit portugiesischen Wurzeln) und auch ihre Tochter Isabella hatten nämlich nicht nur die Idee für dieses zweisprachige Dorfjournal, sondern sind auch die treibenden Kräfte bei dessen Erstellung.

Lauterbrücke soll nachts wieder leuchten

Scheibenhardt 2019: Gemeinsam mit Scheibenhard sollen Lampen installiert werden – Hasenweg wird weiter ausgebaut

Von Andreas Betsch
 
lauterbeleuchtung klDie Themenliste im kleinen Scheibenhardt ist klein – aber dennoch bleibt für Bürgermeister Edwin Diesel (parteilos) und den Gemeinderat 2019 viel zu tun. Die größte Aufgabe: Der Hasenweg, die Straße am Bürgerhaus, wird im 2. Bauabschnitt erneuert. Aus finanziellen Gründen hatte man die Arbeiten im Hasenweg zweigeteilt. Im Herbst 2017 kam der 1. Bauabschnitt dran, der auch die Umgebung des Bürgerhauses umfasste. Wie damals soll auch im 2. Abschnitt die Fahrbahn inklusive Gehwegen und Unterbau erneuert werden.

Schnell und billiger: Die gute Nachricht zum Jahresende

Kreisstraße zwischen Scheibenhardt und Büchelberg saniert – Betonplatten-Piste verschwindet unter Asphaltdecke

Von Andreas Lapos

 k16 klScheibenhardt/Büchelberg. Was hat das die letzten Jahrzehnte geholpert: Die Betonplatten-Piste zwischen Scheibenhardt und Büchelberg war ein wahrer Stoßdämpfer-Killer. Radfahrern, die ungefedert unterwegs waren, fuhren die Absätze zwischen den Platten direkt ins Kreuz. Damit ist es vorbei: Seit kurzem sind die drei Kilometer asphaltiert. Das ist die gute Nachricht für alle, die die Strecke fahren.Aber da gibt es noch eine gute Nachricht für alle anderen: Die Kosten lagen mit 540.000 Euro deutlich unter den Schätzungen. Die beliefen sich nämlich auf rund 750.000 Euro. Es gibt sie also doch: Baukosten, die sinken und nicht steigen – und das bei einem öffentlichen Projekt! Und es gibt noch eine zweite gute Nachricht: die Bauzeit betrug vier Wochen – und das bei einem öffentlichen Projekt! – Kein Wunder, dass zur offiziellen Indienstnahme Staatssekretär Andy Becht (FDP) sich freute: „Gut ausgebaute Straßen sind die Grundlage für eine hohe Verkehrssicherheit sowie einen gut vernetzten ÖPNV in der Fläche. Sie sind das Fundament für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“ Nur für die Archäologen in ein paar Jahrhunderten wird die Straße eine harte Nuss. Denn die alten Betonplatten dienten als Unterbau. Für eine Römerstraße also definitiv das falsche Material. Für die Landebahn eines Solar-Orbit-Space-Busses ist der Streifen aber zu schmal. Bleiben die dunklen 3000 Jahre dazwischen. Damals – und das ist leider wieder eine schlechte Nachricht – sollen sie sogar Öl verbrannt haben.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Freitag, den 21. Dezember 2018

Einwurf

Wetten, dass…?

Von Andreas Betsch 


Gemessen an der finanziellen Lage sollte die Stimmung in Scheibenhardt eigentlich mies sein – aber das Gegenteil ist der Fall. Das liegt zum einen daran, dass man in Sachen grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit dem Bruderdorf Scheibenhard/Elsass zuletzt gleich drei Preise erhielt (wir berichteten). Ein Grund ist aber auch, dass man sich pausenlos mit aller Kraft gegen das finanzielle Schicksal stemmt. Kaum eine Ratssitzung vergeht, in der nicht von hilfsbereiten Bürgern die Rede ist. Oder von Aktionen, deren Einnahmen einem Gemeindeprojekt zufließen. Auch 2019 wird das wohl so sein. Im Gespräch ist der Einbau eines Treppenlifts im ersten Stock des Bürgerhauses. Auch wenn man die 25.000 Euro dafür nicht hat: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, war man sich im Gemeinderat einig. Wetten, dass der passende Einfall kommt?!

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Dienstag, den 18. Dezember 2018

Im Dorf müssen die Bürger mit anpacken

SCHEIBENHARDT: Haushalt lässt keine großen Projekte zu

Von Andreas Betsch

Ganze 7800 Euro spart die Ortsgemeinde Scheibenhardt durch die 2019 gültige Senkung von Kreis- und Verbandsgemeinde-Umlage. „An sich kein hoher Betrag“, sagte Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) in der Haushaltsdebatte am Donnerstag: „Aber für unsere Gemeinde doch viel Geld.“ „Die Krux mit unserem Haushalt ist bekannt“, sagte Karl Heinz Benz (SPD) vor der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans 2019/2020 im Ortsgemeinderat. Man habe keine Flächen für Neubau- oder Gewerbegebiete. Man schaue „neidisch nach Hagenbach“, wo beides vorhanden ist.Scheibenhardt, das 700-Einwohner-Dörfchen an der Grenze zu Frankreich, liegt hingegen abgelegen, umgeben von Naturschutzflächen. Es gibt kein Gewerbe und dadurch keine Einnahmen, aber natürlich Ausgaben. Die Investitionen der nächsten beiden Jahre seien „auf das nötigste Maß beschränkt, um hauptsächlich die Unterhaltung der gemeindeeigenen Gebäude sicherzustellen“, sagte Bürgermeister Diesel.