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KOMMENTAR

Unbestechlich

VON FRITZ HOCK

Natürlich darf man verschiedener Meinung sein: Zur Größe des Jugendraumes im neuen Multifunktionsgebäude ebenso wie zur Art der Beleuchtung. Und auch demonstrieren ist erlaubt, keine Frage. Selbst dann, wenn es den politisch Verantwortlichen nicht so ganz gefallen kann, wenn ihre Arbeit stets nur kritisch beäugt und kommentiert wird. Wie viele Bürgermeister müssen sich anhören, dass sie sich nur ein „Denkmal“ errichten wollten, meist von Menschen, die später dieses Denkmal ganz aktiv nutzen. Viele Menschen sehen aber auch sehr genau, was von der Gemeinde und in den Vereinen geleistet wird und wissen es auch zu würdigen, wie in Scheibenhardt oft zu hören ist. Was aber gar nicht geht, ist, die frei gewählten Mandatsträger in einem Dorf so unter Druck setzen zu wollen, dass sie nur das tun, was man für richtig hält. Wir zahlen, wenn du nach unserer Pfeife tanzt! Was auch nicht geht, dass man erst für gewaltige Unruhe sorgt und danach abtaucht, kritische Fragen unbeantwortet lässt. Auch wer auf einem ganz hohen Roß sitzt, kann sich gewaltig vergaloppieren! Bleibt zu hoffen, dass die Akteure vor Ort zu einem vernünftigen Miteinander finden und das Gespräch suchen.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Mittwoch, den 17. Juli 2019

Golfer wollen Bürgermeister unter Druck setzen

Die Gemeinde hat wenig Geld, ein Bürger findet Sponsoren. Ein gleicher Name verbindet. Die Sponsoren aber stellen Bedingungen. Die Beziehung zwischen den Namensvettern Golfclub Hofgut Scheibenhardt (Karlsruhe) und der Gemeinde Scheibenhardt scheint zerrüttet, bevor sie überhaupt richtig begann.

VON FRITZ HOCK

SCHEIBENHARDT. Dafür, dass aus einer „11.000 Euro-Spende für die Kinder- und Jugendarbeit in Scheibenhardt“ doch nichts wurde, macht Markus Theobald Bürgermeister Edwin Diesel (parteilos) verantwortlich. Diesel habe die Sponsoren verärgert, und zwar mit einer angeblichen „Fest-Beleuchtung“ für sein „Diesel-Denkmal“ – gemeint sein dürfte das Multifunktionsgebäude. Das war auf einem Flugblatt zu lesen, das Theobald bei einer kleinen Demo während eines Jugend-Radrennens Anfang Juli verteilte (wir berichteten am 9. Juli).„Bedingung: Unnötige Ausgaben stoppen“.

Jugendliche fordern größeren Jugendraum

Demonstration während Radrennen – Protest-Flugblatt gegen den Bürgermeister findet kaum Abnehmer

Von Fritz Hock

jugendliche fordern groesseren jugendraum klScheibenhardt. Es war was los am Freitag in der diesseits der Lauter idyllisch gelegenen Grenzgemeinde. Aus ganz Deutschland und einigen Nachbarländern sind Menschen mit Pkw oder Wohnmobilen angereist, deren Kinder ein Zeitfahren in Scheibenhardt absolvieren wollen (wir berichteten am Samstag im Sportteil). Die Teams treffen sich auf Freiflächen zur Vorbereitung. Entlang der Strecke gilt während des Rennens ein absolutes Halteverbot. Schon das regt einige Bürger auf, die sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlen. Zum 4. Mal ist Scheibenhardt Gastgeber dieses Rennens, das vom Radsportverband Südpfalz ausgerichtet ist.

Kundgebung: Nein zum Bürgermeister

Scheibenhardt. Gegen die Politik von Bürgermeister Edwin Diesel (parteilos) richtet sich eine Kundgebung in Scheibenhardt heute, 16 bis 17 Uhr, in der Waldstraße. Eine Anwohnergruppe um Markus Theobald wirft Diesel eine „kinder- und jugendfeindliche Politik“ vor. Ihrer Meinung nach ist der Jugendraum im neuen Multifunktionsgebäude zu klein. In der Folge und aufgrund andere Fehler würden die Kinder samt Eltern wegziehen und Scheibenhardt werde es ebenso ergehen wie manchem sterbenden Dorf. Deshalb rufen sie zu „Friday for Future – Freitagsdemo für die Zukunft unserer Kinder und Dörfer!“ auf. lap

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Freitag, den 05. Juli 2019

 

Fehlerteufel

Diesel rückt für Carl nach

SCHEIBENHARDT. In den Artikel zur konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Scheibenhardt (RHEINPFALZ vom Samstag) hat sich ein Fehler eingeschlichen: Der bisherige zweite Beigeordnete Christian Carl (CDU) wurde zwar in das neue Bürgerparlament gewählt, hat das Mandat aber nicht angenommen. Für ihn rückte Steffen Diesel nach. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Mittwoch, den 03. Juli 2019